Es ging mir vorher besser als nachher
- Pro:
- Masseur und Masseurin, Landschaft (aber am A.... der Welt!), Zimmer
- Kontra:
- Psychotherapeut, Ärzte, Kantine, kein TV, überteuertes, schlechtes WLAN, Therapie mit sehr sehr sehr viel Leerlauf zwischen den Anwendungen
- Krankheitsbild:
- Neuroplastische Schmerzen, Depression
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Grundgütiger Gott; wenn man nicht schon depressiv gewesen wäre, wäre man es in Berus geworden. Es waren 5 Wochen Qual, der schönste Tag war der Tag der Abreise. Warum: Das Chaos fing an mit dem Einchecken, sollte zw. 8 und 9 da sein, hatte ziemlich langen Anfahrtsweg, bin dementsprechend früh aufgestanden, wurde dann gegen 11 Uhr abgefertigt. Das Zimmer war top, wenngleich auch ohne TV, unbeständiges WLAN konnte für schlappe 9 Euronen pro Woche dazu gekauft werden, aber immer sauber gehalten, alles gut. Dann das Essen: was diese Kantine gut zahlenden Krankenkassenkunden an Essen zumutete war, gelinde gesagt, eine Schande. Eine Dose Ravioli wäre dort locker als Genießermenü durchgegangen. Naja, so hatten zumindest die angesiedelten Lidls, Aldis, Rewes und Edekageschäfte der Umgebung etwas von den vielen Patienten. Bringt euch also lieber austreichend Trockenfutter mit! Dann zum eigentlichen Thema Psychosomatische Behandlung: Die von durchweg inkompetenten Jungpsychologen vorgetragenen und durchgeführten Seminare und Gruppentherapien bestanden aus von Folien abgelesener Theorie, die man sich locker an einem Nachmittag bei Psychologe Dr. Google selbst hätte beibringen können. Gähn. Therapie durch Töpfern und Turnen. Immerhin waren die 5 Massagen hilfreich; der Masseur und seine Kollegin waren TOP! Die lt. Abschlussbericht stattgefundenen, psychologischen Einzelgespräche bestanden aus einem jeweils 30 minütigen Gespräch pro Woche mit einem Therapeuten, der sich also nach knapp einem Vormittag anmaßt, den Grad einer Depression ermitteln zu können. Der Abschlussbericht bestand aus einer Nacherzählung des vom Patienten berichteten Krankheitsbildes, bereits vorliegenden Ergebnissen anderer Fakultäten und einer Vorher-Nachher-Auswertung von Fragebögen, die man am Anfang und Ende durchführen musste. Und angeblich war die Reha-Maßnahme erfolgreich; in Wirklichkeit ging es mir hinterher schlechter als vorher. Das Saarland ist sehr schön, geht aber lieber woanders hin...


1 Kommentar
Hallo,können wir irgendwie schreiben?Hätte ein paar Fragen da ich im September nach Berus fahre,lg Klaus